Kamille im Smoothie bei Nervosität und Stress

Kamille im Smoothie bei Nervosität und Stress

Die echte Kamille, die Matricaria recutita steht jetzt in voller Blüte, denn ihre Blütezeit ist von Mai bis Juli und man erkennt die Blüte an ihren nach unten hängenden Kelchblüten, die anders als bei der Margerite nicht horizontal ausgerichtet sind, sondern eben eher nach unten gerichtet sind. Verwechseln kann man sie aber am ehesten mit der Hundskamille. Diese riecht aber eben nicht nach Kamille. Somit sollte man unbedingt den Geruchssinn mit einsetzen, wenn es um die Bestimmung geht.

Wofür ist die Kamille gut?

Wenn die Grippewelle anrückt, sind diese Blüten für fast alles einsetzbar! Bei Atemwegserkrankungen empfiehlt sich auch eine Inhalation mit Kamille. Die ätherischen Öle sind krampflösend und entzündungshemmend, antibakteriell, antifungizid und wundheilfördernd. Außerdem hilft sie bei Magenproblemen und Schlafstörungen. Übrigens können die Blüten nicht nur als Tee getrunken werden. Auch äußerlich angewendet können Kamillenumschläge sehr wohltuend sein und bei Entzündungen oder Pilzen Abhilfe schaffen.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind Kamillenblüten in einer Kräuterlimonade, da sie sehr aromatisch sind. Mein Lieblingsrezept ist aber ein Kamillensmoothie, der gerade bei angespannten und stressigen Situationen Abhilfe verschaffen kann. Ich mische dazu

8-10 Kamillenblüten

eine Banane und etwa

200ml Cashewmilch

Das schmeckt sehr lecker und ist auch für Kinder gut geeignet. Gerade wer öfter mal nervös ist, oder schwer abschalten kann, dem könnte dieser Smoothie helfen. Bananen regen die Serotoninproduktion an, enthalten aber auch viel Magnesium. Cashews enthalten Tryptophan, das ebenfalls an der Serotoninproduktion beteiligt ist. Die Wirkung der Kamille wird mit der von Benzodiazepinen verglichen, da die Wirkstoffe an denselben Rezeptoren andocken sollen. Wirksam war dies bei etwa 80% der Probanden, die mit Kamille schneller und besser einschlafen konnten. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2995283/

Wie erntet man die Blüten?

Um die Blüten zu ernten, empfiehlt sich eine Schere und eine Stofftasche. Sie wachsen meist am Rande von Getreidefeldern, da die Kamille in der Natur vor allem dort als „Unkraut“ wächst. Ich trockne sie im Sommer auf dem Balkon im Schatten und nutze ein Backblech dazu.

Warum selbst sammeln?

Natürlich schätzt man selbst gesammelte Teekräuter viel mehr wert, als gekaufte. Außerdem kosten sie nichts. Doch es gibt einen weiteren noch wichtigeren Grund. Kamillentee aus dem Supermarkt ist meist sehr pestizidbelastet. Auch Biokamillentee ist keine Garantie. Hier ist wichtig, wo die Kamille herkommt. Übrigens habe ich meiner Mutter einen Strauß Kamillenblüten mitgebracht, die sie dann in ihren Nelkenstrauß integriert hat. Das sah wunderschön aus und man kann sich täglich eine Tasse frischen Kamillentee aus dem Strauß aufbrühen.

Wenn meine selbst gesammelten Blüten ausgehen, benutze ich diese Blüten hier.

Ich mische mir fast immer ein paar Blüten zu meiner Teemischung.



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