Giersch – ein fürchterliches Unkraut, aber sehr gesund

Giersch – ein fürchterliches Unkraut, aber sehr gesund

Fällt der Name Giersch, schlagen alle Gärtner die Hände über dem Kopf zusammen, denn man bekommt ihn nur schwer aus dem Garten. Einmal angesiedelt, wächst er überall und das in einem Tempo, dass viele zu giftigen Unkrautvernichtern greifen. Dass muss aber nicht sein. Man muss einfach seine Einstellung zu dem Kraut ändern. Denn es ist sehr, sehr vielseitig einsetzbar in der Küche und als Heilkraut. Wann immer ich einen Beitrag lese, in welchem gefragt wird, was man gegen Giersch machen kann, antworte ich mit: „Einfach aufessen.“ So geht einem der Wildkräutersalat nie aus.

 

Welche Vorzüge hat Giersch?

Besonders viel Vitamin A und C sind in ihm enthalten, außerdem Flavonoide, Bitterstoffe und ätherische Öle. In der Naturheilkunde wird Giersch wegen seiner entzündungshemmenden, leicht harntreibenden und entsäuernden Wirkung geschätzt. Auch äußerlich kann das Kraut sehr viel Gutes tun. Beispielsweise bei Insektenstichen kann man das zerriebene Blatt gegen den Juckreiz einsetzen.

 

Wie verwendet man Giersch?

Giersch wächst eigentlich fast das ganze Jahr, außer bei Frost. Sobald der Schnee geschmolzen ist, ist Giersch eine der ersten Pflanzen, die zum Vorschein treten. Allgemein kann man sagen, dass er von März bis Oktober sehr gut zu finden ist. Bei mir wächst er vor allem um den Rhabarber herum, zwischen den Beeten und auch Mitten in den Erdbeeren z.B.

Die ganze Pflanze ist verwendbar. Der Stiel ist bei jungen Pflanzen saftig und gut zu essen, bei älteren Pflanzen wird er oft hart. Giersch wird übrigens auch Soldatenpetersilie genannt, da man die Pflanze im Krieg aß, wenn es sonst nichts gab. Geschmacklich ähnelt sie der Petersilie, daher auch der Name.

Der Geschmack ist leicht herb und sehr schmackhaft. Das Wildkraut eignet sich hervorragend im Salat, als Beigabe zu Spinat oder in einem Risotto.

Extrem lecker sind Gierschchips. Das klingt erstmal verrückt, aber man kann Giersch mit ein bisschen Öl, Kurkuma und Steinsalz bestreuen, das Ganze im Ofen bei 140 Grad zu Gemüsechips backen und dann als gesunden Snack genießen. Wer das rohköstlich mag, der kann die Chips auch im Dörrautomat zubereiten.

 

Wie erkennt man Giersch?

Wichtigstes Erkennungsmerkmal ist der dreieckige Stängel. Die Blätter sind dreiteilig und die Teilblätter zwei- bis dreiblättig mit eiförmigen Abschnitten. Verwechslungsgefahr ist vorhanden, doch wenn ihr euch an die Merkmale haltet, kann man Giersch sicher bestimmen.



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