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Vogelmiere – 10x mehr Nährstoffe als Kopfsalat und zudem leckerer

Die Vogelmiere ist ein heimisches Wildkraut, das weiße, sternförmige Blüten hat, Gartenbesitzer aber dennoch nicht begeistert, da die Pflanze als Unkraut gilt. Jedoch sollte man seine Einstellung ändern, denn Vogelmiere gilt als sehr gesund und ist für Mensch und Tier sehr schmackhaft. Wie gesund Vogelmiere ist und welche Nährstoffe in der Wildpflanze stecken, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Vogelmiere – kein Unkraut, sondern kostenloser Wildsalat

Die gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media) ist ein sehr schmackhaftes Wildkraut, welches man bei guter Witterung fast ganzjährig finden kann. In Gärten ist sie als nicht auszurottendes Unkraut bekannt. Man findet sie aber auch in Äckern. Sie wächst mattenartig und ist recht einfach zu bestimmen. Schon meine Oma liebte sie und hat mir beigebracht wie man sie erkennt. Das ist ganz einfach:

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Vogelmiere erkennen

Vogelmiere
Vogelmiere

Wichtiges Merkmal sind die weißen Blüten und der behaarte Stängel. Wenn die Vogelmiere noch nicht blüht, kann man sie aber auch daran erkennen, dass sie beim Durchbrechen im Inneren eine Art gummiartigen Faden hat, der nicht bricht und weitaus stabiler ist. Das ist eigentlich das charakteristischste Merkmal dieses Gewächses. Dies ist die Wasserleitbahn, welche sich nicht so leicht brechen lässt.

Wie schmeckt Vogelmiere?

Der Geschmack ist mild und unvergleichbar. Sie eignet sich deswegen hervorragend als Beigabe im Salat oder kleingeschnitten auf einem Brot. Auch in Suppen oder Smoothies kann man die Vogelmiere gut verarbeiten, denn einige beschreiben den Geschmack leicht erbsenartig, dennoch ist er nicht zu dominant und kann gut mit anderem Gemüse kombiniert werde. Am besten isst man die Vogelmiere aber roh, so bleiben ihre Nährstoffe erhalten. Mir schmeckt die Vogelmiere mittlerweile viel besser als irgendein Blattsalat, den es zu kaufen gibt. Ich freue mich riesig, wenn ich irgendwo bin und mir das Kraut direkt frisch zum Salat ernten kann. Wie man sie genau erkennen und verwenden kann, zeige ich im Video zur Vogelmiere. Das haben wir aufgezeichnet, um euch die wichtigsten Merkmale noch besser zu verdeutlichen. Wir hoffen, es gefällt euch.

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Welche Nährstoffe stecken in der Vogelmiere

Die Vogelmiere ist viel zu wertvoll, um sie als Unkraut aus dem Garten zu reißen und auf den Kompost zu werfen. Sie ist eigentlich als kostenloser Wildsalat anzusehen, der, wenn der Standort passt, fast das ganze Jahr nachwächst, ohne dass man was dafür tun muss. Die Vogelmiere enthält besonders viel Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Magnesium, Kalium, Kieselsäure und Kalzium. Auch Schleimstoffe und Saponine sind in der Vogelmiere zu finden. Die Vogelmiere ist für Einsteiger gut geeignet, da sie recht mild im Geschmack ist und an Erbsen erinnert. Möchte man Vogelmiere in der Küche verwenden, hat aber keine im Garten, kann man sie hervorragend in einem Blumenkasten mit Erde selbst anbauen. Sie wächst im Haus das ganze Jahr und auch auf dem Balkon von März bis Oktober. Man streut ein paar Samen auf die Erde und muss etwa vier bis sechs Wochen warten, bis man die Vogelmiere dann frisch ernten kann. Auch für Haustier wie Vögel oder auch Nutztiere wie Hühner wird die Vogelmiere gern extra angebaut.

In Wildkräutern sind deutlich mehr Nährstoffe enthalten, als in gekauftem Gemüse.

Zum Vergleich:
100g Vogelmiere enthalten 115mg Vitamin C, 383mg Vitamin A, 9mg Eisen, 39mg Magnesium, 680mg Kalium und 80mg Kalzium.

100g Kopfsalat hingegen nur 11mg Vitamin C, 0,19mg Vitamin A, 0,3mg Eisen, 9mg Magnesium, 306mg Kalium und 21mg Kalzium.
Quelle: fddb.info (Nährstoffanalyse zu Kopfsalat frisch und Vogelmiere)

Die Zahlen sind eindeutig. So ist das übrigens bei sehr vielen Wildkräutern. Wildkräuter sind nicht nur lecker, sie sind um ein Vielfaches gesünder und zudem kostenlos. Also worauf wartet ihr noch? Probiert die Vogelmiere doch mal. Sie eignet sich hervorragend zu Salaten, Suppen oder in Smoothies.

Vogelmiere in der Hausapotheke

Die Vogelmiere wird in der Volksheilkunde ebenfalls geschätzt. Zerreibt man einige Stängel und Blätter, entsteht eine gelartige Konsistenz. Bei kleinen Verbrennungen oder einem leichten Sonnenbrand kann man dann einen Pflanzenbrei aus zerkleinerter und zerriebener frischer Vogelmiere dünn auftragen. Optional kann man auch einen Auszug ansetzen. Man kocht einen starken Tee und lässt diesen abkühlen. Anschließend kann man Umschläge darin tränken und auf den Sonnenbrand auflegt. Ein frisch aufgebrühter Tee aus Vogelmiere wird dank seiner schleimlösenden Eigenschaften bei Husten und Heiserkeit geschätzt.

Die Vogelmiere und andere heimische Wildkräuter kennen- und lieben lernen

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Anbau von Vogelmiere auch ohne Garten

In Zoogeschäften und im Netz findet man häufig Vogelmiere für Sittiche. Nicht nur die Vögel knabbern sie gerne. Auch ich liebe es, ganzjährig Vogelmiere zur Verfügung zu haben. Aus diesem Geund baue ich Vogelmiere mittlerweile in Kästen auf dem Balkon an. Sie gedeiht sehr gut und man kann täglich etwas abschneiden und in den Salat geben. Saatgut der Vogelmiere kann man natürlich auch kaufen. Auch im Winter säe ich Kästen und Anzuchtschalen mit etwas Kräutererde und Vogelmiere Saatgut an, und schon nach einigen Wochen kann man die Vogelmiere dann ernten. Sie sollte aber beim Innenanbau nicht zu dunkel stehen. Grundsätzlich ist sie aber sehr anspruchslos. 

Immer wissen, wann man Wildkräuter ernten kann

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9 Kommentare zu „Vogelmiere – 10x mehr Nährstoffe als Kopfsalat und zudem leckerer“

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