Der März ist der Start in die Wildkräuter-Saison. Schon jetzt wachsen viele essbare Wildpflanzen auf Wiesen, im Wald und am Wegesrand – völlig kostenlos und voller wertvoller Nährstoffe. Besonders Bärlauch, Vogelmiere und Scharbockskraut gehören zu den ersten Frühlingskräutern und liefern nach dem Winter wichtige Vitamine und Mineralstoffe. In diesem Beitrag zeigen wir dir, welche Wildpflanzen du im März sammeln kannst, woran du sie sicher erkennst und wie du sie in der Küche oder Hausapotheke verwendest.
Welchen Zeitraum bezeichnet man als Vorfrühling?
Der Vorfrühling ist ein meteorologischer Begriff und bezieht sich auf den Zeitraum vor dem eigentlichen Frühling. Die genauen Daten können je nach Klima- und Geographieregion unterschiedlich sein, aber in Mitteleuropa bezieht sich der Vorfrühling in der Regel auf den Zeitraum von Mitte Februar bis Mitte März. Während dieser Zeit beginnen die Tage zu wärmen und es kann bereits erste Anzeichen von neuem Leben wie Knospen an Bäumen und Pflanzen und das Erscheinen erster Blumen zu sehen sein. Jedoch ist dies nicht in jedem Jahr gleich. Der meteorologische Frühlingsbeginn ist ein festgelegter Zeitpunkt und wird von Meteorologen und Klimatologen definiert. In Mitteleuropa beginnt der meteorologische Frühling normalerweise am 1. März. Ein Kennzeichen des Vorfrühling sind die Blüte des Haselnuss Strauchs, der Schwarz-Erle und der Salweide. Ebenso blühen dann Schneeglöckchen, Winterling und Scharbockskraut.
Die Welt der Wildkräuter im Frühlingsmagazin
Die Wildpflanzen des Frühlings findest du auch in gedruckter Form in der neuen Frühlingsausgabe unseres Wildkräuter Magazins (hier erhältlich). Die Frühlingsausgabe ist immer ziemlich schnell vergriffen, weswegen du schnell in unserem Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de zugreifen solltest. Falls du die bisherigen Magazine verpasst hast, findest du auch unser Komplettset der noch erhältlichen Magazine. Falls du lieber am Tablet ließt, gibt es unsere Magazine auch in digitaler Form. Mit einem Kauf unterstützt du direkt unsere Projekte wie diesen Blog. Vielen Dank!

Welche essbaren Wildpflanzen gibt es im Frühling?
Einige Pflanzen blühen früh im Jahr und können bereits im Februar oder März zu sehen sein, wenn das Wetter mild ist. Zwischen März und April findet man dann aber am meisten:
Scharbockskraut
Eines der ersten Wildpflanzen im Vorfrühling, ist das Scharbockskraut. Die Blätter sind bis zur Blüte essbar und reich an Vitamin C. Man kann sie wunderbar im Wildkräutersalat essen. Sobald die Pflanze blüht, sollte man die Blätter nicht mehr essen, denn dann bildet die Pflanze Protoanemonin, ein Toxin, das in Hahnenfußgewächsen vorkommt.

Der Bärlauch
Schon im Vorfrühling sprießen die ersten kleinen Blätter des Bärlauchs. In milden Wintern kann dies je nach Region schon Mitte Februar sein. Die Blätter sind dann aber noch so klein, dass man sie noch nicht sammeln sollte, sondern warten sollte, bis der Bärlauch etwas größer ist.

Unser Bärlauchbuch
Im unserem Bärlauchbuch „Der Bärlauch – Wilder Genuss“ (hier erhältlich) zeigen wir, wie man den Bärlauch erkennt, welche giftigen Doppelgänger es gibt und wie man die leckere Wildpflanze in vielen Rezepten verarbeiten kann. Es geht dabei nicht nur ums die kulinarische Verwendung. Auch Rezepte für Hausmittel sind darin enthalten. Ihr findet das Taschenbuch im Kräuterhexen Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de

Huflattich
Der Huflattich ist mit seinen gelben Blüten im Vorfrühling schon ab Mitte Februar zu finden. Man setzt ihn traditionell bei Husten ein. Obwohl Huflattich seit der Antike als Heilpflanze geschätzt wurde, da er entzündungshemmende und schleimlösende Eigenschaften besitzt, wird heute teilweise von der Einnahme der Wildpflanze gewarnt, da man Pyrrolizidinalkaloide in ihr fand. Als Fertigarznei, mit kontrolliertem Wirkstoffgehalt ist Huflattich aber empfehlenswert.

Die Vogelmiere
Die Vogelmiere mag keine Hitze. Übergangszeiten, wie ein mildes Winterende oder der Vorfrühling führen dazu, dass die Pflanze besonders stark austreibt und üppig wächst. Die weißen, sternförmigen Blüten, Blätter und Stängel sind essbar und erinnern geschmacklich etwas an Erbsen. Vogelmiere haben wir euch ausführlich in diesem Video vorgestellt.
- Sauerampfer: Der Sauerampfer Pflanze ist eine der ersten essbaren Wildpflanzen im Vorfrühling, die man in Wiesen findet. Sauerampfer ist im Vorfrühling besonders gut zu erkennen, denn das Gras ist dann noch nicht so hoch. Die länglichen, grünen Blätter schmecken besonders im Wildkräutersalat oder in der Gemüsepfanne. Zu viel sollte man aber nicht essen, da Sauerampfer reich an Oxalsäure ist.
- Labkraut: Klettenlabkraut und Wiesenlabkraut sind jetzt schon im Wildkräutersalat essbar.
- Löwenzahn: Die ersten Löwenzahnblätter sprießen, sobald der Dauerfrost nachlässt. Denn schon bald bildet der Löwenzahn seine wunderschönen gelben Blüten aus. Erste zarte Blätter schmecken im Vorfrühling besonders gut und können schon jetzt gesammelt werden
Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr
Wenn du dich für das Sammeln von Wildkräutern interessierst, können wir dir unser Buch empfehlen. „Mit Wildkräutern und Heilpflanzen durchs ganze Jahr“ (hier erhältlich) bietet eine Übersicht über viele regionale Pflanzen. Zu jeder Pflanze gibt es ein großes Bild, eine Erklärung sowie die Verwendung in der Hausapotheke und in der Hexenküche. Wir haben das Buch selbst gestaltet und es ist in unserem eigenen Kräuterhexen-Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältlich. Dort findest du unter anderem auch unseren Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich) und unser Entdeckerbuch für Kinder „Ben und Mara entdecken die Welt der wilden Kräuter“ (hier erhältlich).

- Gänseblümchen: Sobald die ersten Sonnenstrahlen erscheinen, beginnt das Gänseblümchen mit dem Austrieb. Die köstlichen Blüten schmecken toll im Wildkräutersalat. Auch die Blätter sind essbar. Im Vorfrühling, wenn sonst noch nicht viel wächst, kann man die Gänseblümchen-Blätter besonders gut erkennen und sammeln.
- Persischer Ehrenpreis: Veronica persica, also der persische Ehrenpreis ist ganzjährig zu finden. Auch Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) findet man fast das ganze Jahr über. Im Vorfrühling treiben die Pflänzchen jedoch besonders stark aus und bilden schon ab Mitte Februar besonders viele der wunderschönen, zarten blauen Blüten. Blätter, Blüten und Stängel können im Wildkräutersalat gegessen werden.
- Portulak: Der Portulak ist sehr robust und übersteht die kalten Temperaturen problemlos. Im Vorfrühling treibt er nochmal stärker aus und bildet dann später Blüten aus.
- Brunnenkresse: Die Brunnenkresse ist an feuchten Standorten zu finden und kann schon im Vorfrühling an geschützen Standorten gesammelt werden. Man sollte sie aber nie mit Wurzel ausreißen, denn sie wächst im Verlauf des Jahres weiter und schmeckt herrlich aromatisch auf dem Brot.
- Schaumkräuter: Auch das behaarte Schaumkraut und das bittere Schaumkraut sind im Vorfrühling reichlich zu finden. Die Blätter schmecken aromatisch nach Kresse und können im Wildkräutersalat oder im Kräuterquark gegessen werden. Sie enthalten reichlich Senfölglycoside, die für den kresseartigen Geschmack verantwortlich sind.
Wie kann man Wildkräuter im Garten ansiedeln?
Es ist möglich Wildkräuter, die man nicht so oft in der Natur findet, im eigenen Garten anzubauen. In unserem eigenen Kräuterhexenshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de findest du verschiedenen Samensets (hier erhältlich). Wildkräuter und Heilpflanzen selbst anzubauen ist die beste Möglichkeit, um Pflanzen im Wachstumsprozess genau kennenzulernen.

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