Kaltkeimer im Februar: junge Wildpflanzen sprießen durch Schnee und Frost im Garten

Diese 20 Pflanzen solltest du im Februar säen – sie brauchen Frost zum Keimen

Der Februar wirkt im Garten oft wie eine Pause, doch für viele heimische Wildpflanzen beginnt jetzt die entscheidende Phase. Während andere Samen noch ruhen, brauchen sogenannte Kaltkeimer Frost, Nässe und Wintertemperaturen, um überhaupt keimen zu können. Wer sie im Februar aussät, nutzt ein kurzes Zeitfenster im Jahr und legt den Grundstein für einen naturnahen Garten voller Blüten, Insekten und Vielfalt. Hier zeigen wir dir 20 Wildpflanzen, die du jetzt im Garten oder in Töpfen säen kannst und erklären, warum Kälte für sie so wichtig ist.

Was ist die optimale Keimtemperatur für Kaltkeimer?

Die optimale Keimtemperatur für die Samen folgender Wildpflanzen ist zu empfehlen. Allerdings sollte beachtet werden, dass längere starke Fröste dazu führen können, dass junge Pflänzchen absterben oder nicht weiter wachsen. Da Kaltkeimer im Freien überwintern, ist es wichtig, sie vor Frost zu schützen. Sät man im Freien, kann man die Aussaatfläche mit einer leichten Schicht Stroh oder Laub bedecken, um die Samen vor extremen Temperaturen zu bewahren. Dies würde natürlicherweise auch so sein, wenn die Samen sich selbst ausgesät hätten. Dann würden sie auch von anderem Pflanzenmaterial bedeckt sein und nicht ungeschützt dicht unter der Erde liegen ohne weiteren Bewuchs.

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Kaltkeimer im Februar

Sobald aber die ersten wärmeren Sonnenstrahlen zu sehen sind, legen diese Pflanzen richtig los. Dass sie bei diesen Temperaturen keimen, heißt oft auch nicht, dass sie sich vollständig entwickeln. Der Bärlauch zum Beispiel lugt nur aus der Erde, wenn Ende Februar die ersten wärmeren Tage da sind. Bis er vollständig gewachsen ist und seine Blätter komplett entfaltet hat, wird es April. So wachsen die Kaltkeimer langsam mit den wärmer werdenden Temperaturen mit, um dann in voller Pracht zu stehen, wenn der Frühling da ist.

Der Bärlauch ist ein Kaltkeimer

Der ideale Start in den Februar

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Übersicht der Kaltkeimer im Januar

  1. Wilde Möhre (Daucus carota):
    • Optimale Keimtemperatur: 4-10°C
  2. Brennnessel (Urtica dioica):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  3. Giersch (Aegopodium podagraria):
    • Optimale Keimtemperatur: 4-10°C
  4. Löwenzahn (Taraxacum officinale):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  5. Vogelmiere (Stellaria media):
    • Optimale Keimtemperatur: 0-5°C
  6. Spitzwegerich (Plantago lanceolata):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  7. Gänseblümchen (Bellis perennis):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  8. Schafgarbe (Achillea millefolium):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  9. Bärlauch (Allium ursinum):
    • Optimale Keimtemperatur: 2-5°C
  10. Gänsefingerkraut (Potentilla anserina):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  11. Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  12. Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis):
    • Optimale Keimtemperatur: 2-5°C
  13. Sauerampfer (Rumex acetosa):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  14. Labkraut (Galium verum):
    • Optimale Keimtemperatur: 5-10°C
  15. Waldmeister (Galium odoratum):
    • Optimale Keimtemperatur: 2-8°C
  16. Kirschpflaume (Prunus domestica):
    • Optimale Keimtemperatur: 0-5°C
  17. Linde (Tilia spp.):
    • Optimale Keimtemperatur: 0-5°C
  18. Schlehe (Prunus spinosa):
    • Optimale Keimtemperatur: 0-5°C
  19. Holunder (Sambucus nigra):
    • Optimale Keimtemperatur: 0-5°C
  20. Vogelbeere (Sorbus aucuparia):
    • Optimale Keimtemperatur: 0-5°C

Keinen Erntezeitpunkt mehr verpassen

Ebenfalls in unserem Kräuterhexen-Onlineshop unter www.die-moderne-Kräuterhexe.de erhältst du unseren Saisonkalender für Wildkräuter (hier erhältlich), der dir jeden Monat die wichtigsten Erntezeitpunkte für Wildkräuter aufzeigt. So kannst du in Zukunft genau ablesen, wenn du welche Wildkräuter und Heilpflanzen ernten kannst und vergisst keinen Erntezeitpunkt mehr. Der Kalender ist so entwickelt, dass er jedes Jahr erneut genutzt werden kann.

Saisonkalender im Mai

Damit Kaltkeimer auch wirklich keimen

Kaltkeimer benötigen oft mehr Zeit für die Keimung als andere Pflanzen. Opimal ist, man sät sie schon im frühen Winter. So spart man sich die Stratifizierung im Haus. Denn die meisten Kaltkeimer brauchen erst einen Frostimpuls, um den Keimvorgang zu aktivieren. Kauft man Saatgut, wie beispielsweise vom Bärlauch und setzt es nicht Kälte aus, wird kaum was davon aufgehen. Sät man es hingegen, solange es noch kalt ist, beginnt es zu keinem, sobald sich der Frühling ankündigt. Dies ermöglicht den Samen, die notwendige Kälteperiode im Freien zu erleben, was ihre Keimung im Frühling begünstigt. Da die Samen aber nicht von einem Tag auf den anderen keimen, sollte man hier geduldig sein.

Gemüse ohne Garten auf der Fensterbank!

Nicht jeder hat die Gelegenheit einen Garten zu pflegen oder Wildkräuter in der Natur zu sammeln. Doch das bedeutet nicht, dass du auf frisches Grün verzichten musst! Unsere handgemachten und plastikfreien Anzuchtschalen aus Keramik (hier erhältlich) bieten dir die perfekte Möglichkeit, dein eigenes Mini-Gemüse wie Kresse, Radieschenblätter oder Brokkoli-Sprossen direkt auf der Fensterbank anzubauen.

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